
Im Juni 2004 wurden bei einer
Sotheby's-Auktion vier Benedictus Levita-Fragmente angeboten, die Teile des dritten Buchs enthalten. Die Fragmente wurden von der
Beinecke Rare Book and Manuscript Library der Yale University erworben, die inzwischen
Abbildungen zur Verfügung stellt. Wie sich herausstellte, besteht eine klare Affinität zu
Cod. Par. lat. 4636. Gerhard Schmitz vermutet in der kurzen
Einführung, daß es sich sogar um Reste des „von Baluze hoch gepriesene Codex Bellovacensis“ handeln könnte. Über diesen schrieb Baluze:
„... veterem et optimum librum ecclesiae Bellovacensis, omnium quos hactenus vidi optimum, quia plura eaque perfecta continet quam ceteri ... praeterquam quod ille elegantissime scriptus est, habet collectionem Ansegisi et Benedicti Levitae integram, etiam librum“ [1]
Der
Volltext der Fragmente und Abbildungen in verschiedenen Größen sowie eine kurze Einführung wurden nun auf den Seiten
des Benedictus Levita-Projekts (
MGH) zugänglich gemacht.
[1] Zitat nach:
Emil Seckel: „Benedictus Levita decurtatus et excerptus. Eine Studie zu den Handschriften der falschen Kapitularien“, in: Festschrift für Heinrich Brunner zum fünfzigjährigen Doktorjubiläum am 8. April 1914, (München/Leipzig 1914) S. 377–464, hier 181 Anm. 7.