Auf der Suche nach Papstgrablegen bin ich auf einige Publikationen gestoßen:
BORGOLTE, Michael, Petrusnachfolge und Kaiserimitation. Die Grablegen der Päpste, ihre Genese und Traditionsbildung (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 95) Göttingen 1989
DERS., Papstgräber als "Gedächtnisorte" der Kirche, in: HJb 112 (1992) S. 305–323
PICARD, Jean-Charles, Etude sur l'emplacement des tombes des papes du IIIe au Xe siècle, in: Mélanges d'archéologie et d'histoire 81 (1969) S. 725–782
Borgolte zählt 261 Gräber legitimer Päpste (an Gegenpäpsten werden 37 verzeichnet, nur 13 Gräber sind überhaupt bekannt) von Petrus bis Johannes Paul I. (Borgolte, Petrusnachfolge S. 309). 91 Gräber sind erhalten geblieben, diese finden sich in 16 römischen Kirchen, 15 italienischen Orten, in Frankreich und Deutschland (ebd., S. 131 f.). Von den 91 Gräber stammen 60 aus der Zeit seit dem 15. Jh. Insgesamt sind 3 traditionsbildende Grablegen entstanden: die Calixtus-Katakombe mit der Papstgruft, die Grablege beim Petrusheiligtum im Vatikan und die Grablege beim Lateran (Borgolte, Papstgräber S. 335)
Borgolte schreibt weiterhin ausführlich über die Wahl und Erhaltung der Orte Papstgräber sowie über die Gruppen, die dafür zuständig waren.